Post Implementation Review

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Der Post Implementation Review (PIR) im Change Management ist eine formale Überprüfung einer durchgeführten Änderung. Der PIR ist das abschließende Kontrollverfahren, ob ein Auftrag vollständig und einwandfrei ausgeführt wurde. Dieses Kontrollverfahren wird für jeden Change durchgeführt. Dies gilt auch für Standard Changes.

Der PIR ist eine wesentliche Komponente zum Erfolg des Change Management Prozesses. Er überprüft den Erfüllungsgrad der Zielerreichung eines Changes aus Technik und Business Sicht und identifiziert Möglichkeiten für weitere Verbesserungen. Der Grad der Komplexität von Changes sollte dabei direkt in Zusammenhang mit dem Umfang und damit dem Aufwand für die Überprüfungen stehen.

Die Ergebnisse des PIR werden an den Change Manager, die beteiligten Fachbereiche und den Change Initiator berichtet. Der PIR überprüft, ob das zuvor definierte Ziel erreicht wurde. Diese Aufgabe unterliegt dem Change Manager.

Zweck dieser Überprüfungen sind folgende Punkte:

  • hat der Change den gewünschten Effekt und sind alle Erwartungen erfüllt.
  • sind Anwender und Kunde mit der eingeführten Änderung zufrieden oder sind die vorhandenen Mängel zu identifizieren.
  • sind unerwartete beziehungsweise unerwünschte Nebenerscheinungen im Zuge der Change Implementierung auf die anderen ITIL Managementberei-che aufgetreten. z.B. Verfügbarkeit, Kapazität/Performance, Sicherheit, Wartbarkeit usw.
  • zu bemessen, ob das Ausmaß der eingesetzten Ressourcen der Planung entsprach (sind Kosten und Zeitpläne eingehalten worden)
  • aufzuzeigen, ob der Implementierungs- und Kommunikationsplan korrekt funktionierte.
  • Analyse der Möglichkeiten, die Benefits solcher Änderungen zukünftig zu maximieren und die Kosten und Risiken zu minimieren.
  • zu prüfen, ob der Ausweichplan, sofern er benötigt wurde, erfolgreich war. (Backout-Plan)

Mit Hilfe des PIRs wird auch abschließend das Configuration Management noch einmal über die zu dokumentierenden Änderungen an der Infrastruktur infor-miert bzw. Änderungen abgeglichen

Beteiligte Parteien

Der Change Manager ist für die PIRs im Rahmen des Change Managements verantwortlich. Die Durchführung obliegt dem jeweiligen Change zugeordneten Change Koordinator – bei größeren Changes (Kategorie bedingt) ist ebenso zusätzlich der Change Manager im PIR Prozess involviert.

Desweiteren sind die folgenden Rollen an dem PIR beteiligt

  • Der Release Performer, der den Change durchgeführt hat
  • Der Change Initiator
  • Eventuell das CAB (bedingt)
  • Service Level Manager (bedingt)
  • Kunde bzw. Kundenschnittstelle (fachlicher Ansprechpartner)
  • Sonstige Mitarbeiter oder externe Partner mit relevantem technischem Knowhow

Aktivitäten im Rahmen des PIR

In der Regel werden im Rahmen des PIR die folgenden Aktivitäten durchgeführt. Die Verantwortung für die Durchführung und Koordination dieser Aktivitäten obliegt dem Change Koordinator, der für den entsprechenden Change zuständig ist.

  • Identifikation des Scopes des PIR und der Stakeholder (Personen die am PIR beteiligt sind bzw. über Ergebnisse informiert werden)
  • Auswahl des Teams für den PIR
  • Identifikation der Informationsquellen (FSC, Abnahmeprotokolle)
  • Informationsbeschaffung
  • Analyse (hier ist abhängig von den gewonnenen Erkenntnissen eine Veränderung des Umfangs des PIR möglich). In diesem Fall wird wieder mit dem Schritt 1 begonnen.
  • Reporting der Ergebnisse inkl. der Kommunikation der Verbesserungspotentiale.

PIR im Standard Change-Verfahren

Standard Changes obliegen einem eigenen Verfahren und somit auch einen eigenen PIR. Anforderungen zum PIR werden im jeweiligen Abschnitt eines Standard Changes beschrieben. Der Change Manager kann stichprobenartig die Einhaltung der PIRs kontrollieren.

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